Sinfoniekantate „Lobgesang“

Datum/Zeit
Veranstaltungstag(e) - 24/06/2018
17:00 Uhr

Veranstaltungsort
St.-Nikolai-Kirche

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Ölporträt Felix Mendelssohn Bartholdys, gemalt 1846 von Eduard Magnus (1799—1872)
gemeinfrei

 

Der „Lobgesang“ op. 52 (MWV A 18) von Felix Mendelssohn Bartholdy ist eine Sinfoniekantate für Soli, Chor und Orchester aus dem Jahr 1840. Nach Mendelssohns Tod wurde die Kantate auch als Sinfonie Nr. 2 veröffentlicht.

Den Auftrag zur Komposition erhielt Mendelssohn wohl 1839 vom Rat der Stadt Leipzig anlässlich der Vierhundertjahrfeier der Erfindung der Buchdruckerkunst durch Johannes Gutenberg. Mendelssohn rang lange mit der geeigneten Form für das Werk, dachte an ein Oratorium oder eine großangelegte Psalmvertonung, bis er schließlich in einer Mischung aus Sinfonie und Kantate die für ihn geeignete Form fand. So entstand der „Lobgesang“, der am 25. Juni 1840 in einem großen Festkonzert in der Leipziger Thomaskirche erstmals erklang. Später erweiterte Mendelssohn das Werk noch um einige weitere Sätze. Die zweite Fassung des Werks erklang erstmals am 3. Dezember 1840 in Leipzig.

Die Uraufführung des „Lobgesang“ war ein beachtlicher Erfolg, und das Stück wurde zu einem der meistaufgeführten Werke Mendelssohns zu seinen Lebzeiten. Für Mendelssohn persönlich stellte das Werk den Wendepunkt nach einer eineinhalb Jahrzehnte währenden Schaffenskrise dar, in der es ihm nicht gelungen war, ein mehrsätziges sinfonisches Werk zu einem befriedigenden Abschluss zu bringen. Von seiner „Reformations“-Sinfonie war der Komponist nach erfolglosen Aufführungen abgerückt, und die Arbeit sowohl an seiner „Italienischen“ als auch an seiner „Schottischen“ Sinfonie hatte er zurückgestellt, weil er von den Ansätzen seiner Kompositionen nicht mehr überzeugt war.

Das Werk steht in B-Dur und gliedert sich formal in zwei Teile: auf den ersten, sinfonischen Teil, der etwa ein Drittel der Aufführungsdauer ausmacht und aus drei instrumentalen, ohne Pause ineinander übergehenden Sätzen besteht, folgt der Kantatenteil, der aus den Nummern 2 bis 10 des Werks besteht. Doch stehen die beiden Werkteile nicht unverbunden nebeneinander, sondern sind durch die Verarbeitung der musikalischen Themen miteinander verknüpft. So erschließt sich das kraftvolle Eingangsmotiv dem Hörer erst wirklich, als es später den Kantatenteil auf den Text „Alles was Odem hat, lobe den Herrn“ einrahmt und damit dem Werk auch seinen Titel gibt.

Den Text des Werks stellte der Komponist aus Bibelzitaten sowie dem evangelischen Kirchenlied Nun danket alle Gott von Martin Rinckart zusammen und arbeitete dabei drei Hauptthemen heraus: das Lob Gottes, Gottes Treue zu denen, die seiner Hilfe und seines Trostes harren, und der Aufstieg des Volkes Gottes aus der Finsternis zum Licht.

Quelle: de.wikipedia.org

Ausführende:

Maren Christina Roederer (Sopran)
Kristina Herbst (Mezzosopran)
Henning Kaiser (Tenor)
Bachchor St. Nikolai Stralsund
Concerto Brandenburg auf historischen Instrumenten
Simmung; 430 Hz
LKMD Frank Dittmer, Orgel
Leitung: KMD Matthias Pech

Konzertkarten:

Platzgruppe A: 20,- (16,-) €
Platzgruppe B: 15,- (11,-) €

Kartenvorverkauf:

C. Stabenow Goldschmiedemeister
Badenstraße 1, 18439 Stralsund
Tel: 03831-292544

oder per Mail: hst-nikolai-kirche@pek.de